Grundziele von Psychotherapie

Ziel von Psychotherapie ist eine vertiefte Erfahrung Ihrer Gefühle im Rahmen individueller Lebensereignisse. Mir geht es nicht nur um ein rationales, analytisches Erklären und Beschreiben, sondern um ein authentisches, ehrliches Verstehen. Psychotherapie bedeutet, mutig unangenehmen Gefühlen und Gedanken Aufmerksamkeit zu schenken, Trauer zuzulassen, Ärger auszudrücken, Freude wieder fließen lassen zu können. Im therapeutischen Geschehen wird ein emotionales Umfeld geschaffen, in dem dies zunehmend möglich wird. Heilung im therapeutischen Prozess bedeutet zu einem großen Teil, Gefühle mitzuteilen und auszudrücken. Durch das Mit(einander)teilen von Gefühlen schaffen Menschen soziale Verbindungen miteinander. Ohne dies erleben wir Einsamkeit, Niedergeschlagenheit und Angst. Diese Gefühle sind häufig ein wesentliches Element der Probleme und Konflikte, die mir vorgetragen werden.
Klarheit und Verständnis für die eigenen Gefühle, Gedanken und das eigene Verhalten zu gewinnen, ist daher ein wesentliches Ziel.

Dauer der Psychotherapie
Eine Therapie dauert solange wie nötig. Allerdings werden durch die Psychotherapie-Richtlinien feste Grenzen gesetzt, d. h. für das Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie (VT) können schrittweise bis zu maximal 80 Stunden insgesamt beantragt werden. Das wären bei wöchentlichen Sitzungen ca. 2 Jahre, bei höherer Frequenz entsprechend länger. Dabei dauert eine Therapiesitzung 50 Minuten, ggf. kann auch einmal eine Doppelstunde sinnvoll sein.

Zu Beginn einer Psychotherapie (VT) kann zunächst zwischen einer Kurzzeit- (25 Sitzungen) und einer Langzeittherapie (45 Sitzungen) gewählt werden, je nach zugrundeliegender Problematik. Danach kann eine Fortführung der Psychotherapie sinnvoll sein. Immer hat es jedoch der Patient/die Patientin selbst in der Hand, ob er/sie weiter Psychotherapie durchführen möchte oder nicht.