Zugangsmöglichkeiten
für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

KassenpatientInnen

Eine psychotherapeutische Behandlung (als Kassenleistung)  ist in meiner Praxis für alle gesetzlich Krankenversicherten möglich (Kassenkarte genügt), sofern eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt. Dabei werden zunächst bis zu 5 probatorische Sitzungen durchgeführt, um sich kennenzulernen, die Art der psychischen Erkrankung zu analysieren, und gegebenenfalls einen Antrag auf ambulante Psychotherapie bei der jeweiligen Krankenkasse gemeinsam zu stellen. Dieser Antrag ist ein schriftlicher Bericht des Therapeuten an die jeweilige Krankenkasse, der Symptomatik, Biographie und Behandlungsplan beinhaltet. Natürlich wird dabei der Datenschutz beachtet, d. h. der Bericht wird anonymisiert und in einem verschlossenen Umschlag an einen externen Gutachter geschickt, der lediglich der jeweiligen Krankenkasse die Notwendigkeit einer Psychotherapie bestätigt oder nicht.

PrivatpatientInnen
Es gibt drei Gruppen von PrivatpatientInnen, die unterschieden werden können:

  1. Menschen, die voll durch eine Private Krankenversicherung versichert sind
  2. Menschen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind und auch über die Beihilfe Zuschüsse erhalten
  3. Selbstzahler

1. Menschen, die voll durch eine private Krankenversicherung versichert sind
Privat Krankenversicherte sollten zunächst nachfragen bzw. überprüfen, ob ihre Private Krankenkasse im Bereich Psychologische Psychotherapie Einschränkungen macht oder diese gar überhaupt nicht übernimmt. Leider gibt es immer noch Private Krankenkassen, die diese Leistung nicht selbstverständlich im Leistungsumfang aufgenommen haben (z. B. Alte Oldenburger, LKH, Universa). Ganz wenige private Krankenkassen, so z.B. die HUK, weigern sich aus Kostengründen, die Therapien bei den Psychologischen Psychotherapeuten zu übernehmen und beschränken ihre Leistungen auf Ärzte. Andere Beschränkungen sind häufig in der Gesamtmenge der übernommenen Sitzungen zu finden, unabhängig von der medizinischen Notwendigkeit. Übliche Einschränkungen sind z.B.

  • nur 20 – 30 Sitzungen pro Jahr, deren Kosten aber meist voll übernommen werden oder
  • 50 Sitzungen voll, dann 30 Sitzungen zu 75 %, darüber hinaus nur noch 50 %

Bei manchen privaten Krankenkassen wird ein schriftlicher Bericht des Therapeuten verlangt, der Symptomatik, Biographie und Behandlungsplan beinhaltet. Natürlich wird dabei der Datenschutz beachtet, d. h. der Bericht wird anonymisiert und in einem verschlossenen Umschlag an einen externen Gutachter geschickt, der lediglich der jeweiligen Krankenkasse die Notwendigkeit einer Psychotherapie bestätigt oder nicht. Oftmals jedoch genügt die Diagnose und gegebenenfalls ein Befundbericht oder ein Überweisungsschein des behandelnden Arztes,der die Notwendigkeit einer ambulanten Psychotherapie bestätigt. Sinnvoll ist es in jedem Fall, sich von der privaten Krankenkasse vor Beginn der Behandlung eine schriftliche Zusage bezüglich einer Kostenübernahme und deren Rahmen geben zu lassen.

2. Menschen im öffentlichen Dienst
Die Aufnahme einer Psychotherapie verläuft ähnlich wie bei den gesetzlichen Krankenkassen. Auch bei der Beihilfe muss zuvor ein schriftlicher Antrag auf Psychotherapie gestellt werden, und auch hier hat der Therapeut die Aufgabe, einen umfassenden Bericht mit Symptomatik, Biographie und Behandlungsplan zu schreiben. Hierbei wird der Datenschutz ebenfalls beachtet, d. h. auch dieser Bericht wird anonymisiert und in einem verschlossenen Umschlag an einen externen Gutachter verschickt, der lediglich der zuständigen Stelle die Notwendigkeit einer Psychotherapie bestätigt oder nicht.

3. Selbstzahler
Selbstzahler vereinbaren mit mir ein festes Stundenhonorar, dessen Höhe die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) zu Grunde hat.
Soziale Aspekte (Studium, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit etc.) werden von mir berücksichtigt. Bitte sprechen Sie offen mit mir.
Nur Selbstzahler haben die Möglichkeit, ohne Begrenzung der Anzahl alle Formen von Therapien in Anspruch zu nehmen und sind nicht genötigt, die Formalitäten der Krankenkassen zu durchlaufen. Sowohl die gesetzlichen wie auch die privaten Krankenkassen haben Vorschriften und Limitierungen.

BG-Patienten
Patienten, die aufgrund eines Arbeitsunfalls im Rahmen der Berufsgenossenschaft (BG) eine psychotherapeutische Behandlung brauchen, benötigen hierfür keine Kassenkarte und keinen Psychotherapeuten mit Kassensitz. Eine Psychotherapie ist hier jederzeit möglich. Manchesmal bedarf es eines schriftlichen Antrages, meist erhält der Patient zunächst ein gewisses Stundenkontingent mit der Aufforderung an den Therapeuten, Zwischenberichte – auch für eine Verlängerung – zu erstellen.

Bundeswehrangehörige
Bei Bundeswehrangehörigen wird nach 5 probatorischen Sitzungen, wie bei den gesetzlich Krankenversicherten, ein schriftlicher Psychotherapieantrag gestellt, der gutachterlich genehmigt werden muss. Zur Aufnahme der Psychotherapie erhält der Bundeswehrangehörige vom Stabsarzt/Bundeswehrarzt gesonderte Formulare.